Private Pflegeversicherung
Je älter man wird umso größer ist das Risiko pflegebedürftig zu werden. Durch die höhere Lebenserwartung werden Frauen häufiger pflegebedürftig als Männer. Zusätzlich kommt hinzu, dass die entstehenden Kosten bei Pflegebedürftigkeit in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Nach Auskunft des Bundesarbeitsministeriums beziehen zurzeit über 1,8 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Obwohl die Leistungen verbessert wurden, reichen die Zahlungen der staatlichen Pflegekassen in der Regel nicht aus, um die tatsächlichen Kosten voll abzudecken. Bedenkt man, dass die Renten eher stagnieren und die Pflegekosten steigen werden, so wird klar: Der Schritt vom Pflege- zum Sozialfall ist nicht sehr groß.Als Pflichtmitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, ist man auch Mitglied der Pflegekasse dieser Krankenkasse, hier ist keine zusätzlicher Antrag notwendig, denn es gilt der Grundsatz: Pflege folgt Krankenversicherung! Somit haben auch Privat-Patienten eine private Pflegeversicherung.
Als freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, hat man die Wahl zwischen einer sozialen oder privaten Pflegversicherung, hier muss dann ein Antrag bei der gesetzlichen Krankenkasse gestellt werden.
Grundsätzlich sollte jeder eine private Zusatzpflegeversicherung abschließen, um sich und seine Angehörigen im Falle der Pflegebedürftigkeit ausreichend abgesichert zu wissen, denn die Pflegekosten können schnell in erschreckende Höhen steigen. Die private Pflegezusatzversicherung wird in verschiedenen Varianten angeboten:
Pflegetagegeldversicherung
Die Versicherung zahlt dem zu Pflegenden einen im Voraus festgelegten Tagesgeldsatz. Dabei ist es unerheblich, wie hoch die angefallenen Pflegekosten tatsächlich sind. Das Pflegetagegeld ist steuerfrei.
Pflegekostenversicherung
Nachdem die gesetzliche Pflegeversicherung vorgeleistet hat, zahlt die private Versicherung bis zu einer bestimmten Obergrenze noch offenstehende, nachgewiesene Pflegekosten.
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